Wie misst man den Erfolg von SEO?

Die übliche Betrachtungsweise einer Investition ist, dass eine Investition, die keinen positiven Return-of-Invest (ROI) bringt, nicht weiter verfolgt werden sollte.

Auf Marketing gesehen bedeutet das, dass ein Kanal, der keinen positiven Geldrückfluß bietet, eingestellt werden solle – zugunsten eines anderen Marketing-Kanals, der bessere Ergebnisse liefert.

Theoretisch könnte das auch für Suchmaschinenoptimierung gelten, denn es ist äußerst schwer, den ROI von SEO-Kampagnen zu messen. Wenn SEO nicht beweißt, dass es Geld bringt, wird es einfach nicht mehr verfolgt.

Wie misst man den Erfolg von SEO?

Zum Beginn eines SEO-Projekts können wir nur mutmaßen, wie sich SEO auf den Erfolg auswirkt. Wenn wir davon ausgehen, dass aufgrund der Daten aus Google Analytics folgende Informationen bestehen, dann können wir einen ROI errechnen: Durchschnittliche Besuche pro Monat, Conversion-Rate des Webshops, durchschnittliches Bestellvolumen pro Bestellung.

 

Nehmen wir folgendes an:

Die Website hat monatlich 20.000 Besuche und die Conversionrate liegt bei 0,58% bei einem durchschnittlichen Auftragsvolumen von 250,00 Euro.
Die geplanten SEO-Maßnahmen kosten 8.000 Euro.

Damit die Kosten für die SEO-Maßnahmen eingenommen werden können, ist es notwendig, dass über den Zeitraum der Maßnahmen 8000/250 = 32 zusätzliche Aufträge generiert werden. Je mehr, desto besser. Bei weniger Aufträgen wird der Kunde enttäuscht sein.

 

Wie viele zusätzliche Besuche sind notwendig, um das benötigte Auftragsvolumen zu generieren?

32 zusätzliche Aufträge bei einer Conversion-Rate von 0,58% macht 32 / 0,58 * 100 = 5.517 Besuche zusätzlich. Wir verdoppeln diese Zahl (11.034), um das doppelte Volumen zu erhalten (16.000 Euro sind also geplant).

Aber: Auftragsvolumen ist nicht gleich Gewinn

Natürlich ist das Auftragsvolumen nicht gleich der Gewinn. Um eine grobe Einschätzung abgeben zu können, reicht diese Zahl aber aus, denn wir haben bei Online-Shops immer das Problem, dass unterschiedliche Produktkategorien unterschiedliche Ergebnisse produzieren (andere Margen, andere Gewinne, andere Lieferkosten und so weiter).

Den tatsächlichen ROI basierend auf dem Gewinn zu errechnen ist also mit dieser einfachen Methode nicht so ohne weiteres möglich – aber auch nicht notwendig, wenn wir von folgendem ausgehen:

Die SEO-Maßnahmen sind nicht mit der Beendigung des Projekts in ihrer Effektivität beendet. Im Gegenteil, die SEO-Maßnahmen spielen (hoffentlich) auch darüber hinaus eine entsprechend höheren Anteil (= zusätzliches Auftragsvolumen) ein.

Damit die Kalkulation nahe am ROI ist, kalkulieren wir mit der doppelten Menge an Besuchen (= 2 x Umsatz). Hat der Kunde z.B. im Durchschnitt über die Anzahl an Bestellungen 30% Gewinn, so hat er bei dieser Anzahl an Bestellungen bereits 60% der Ausgaben für SEO hereingewirtschaftet. Und das in der angegebenen, projektierten Zeit.