Schorndorf, 8. August 2013: Vor zwei Tagen hat Google ein neues Feature in den Suchergebnissen der US-Suche auf Google.com präsentiert, die sogenannten In-Depth-Artikel. Ich konnte die neuen Suchergebnisse bereits testen, was sich ändert und wie man einen Text für die erste Seite der Google Suchergebnisse schreibt, habe ich nachstehend aufgeführt.
Die Suchergebnisseite (SERP) für eine Suchphrase ändert sich wie folgt:
Ganz oben steht die Position 1 des Suchergebnisses. In diesem Beispiel “NASA”, die Website der NASA. Da Google aus Erfahrungen erwartet, dass ein Besucher der NASA-Seite dort nach weiteren Information sucht, wird eine zusätzliche Suchbox eingeblendet (siehe oben, grau hinterlegt), mit der auf nach weiteren Ergebnissen im Inhalt der NASA-Website gesucht werden kann. Dieses Feature gibt es meines Wissens bereits vereinzelt seit 2008, findet sich aber zwischenzeitlich vermehrt.
Auf der rechten Seite (rosa Kasten) gibt es den passenden Lexikon-Eintrag, aktuelle Informationen der Behörde und ähnliche Suchergebnisse (mit Logo).
Im grünen Bereich werden die aktuellen Nachrichten über die NASA abgebildet.
Neu ist der rote Bereich am Ende der ersten Suchergebnisseite. Dort werden in-depth-Article abgebildet. Laut Google handelt es sich dabei um die drei vermutlich wichtigsten Artikel mit Hintergrundinformationen zum Suchergebnis. Dabei nutzt Google dort nicht einen speziellen Dienst, der für die Hintergrundinformationen zuständig ist, sondern es kann (so Google im Blog) theoretisch jeder Artikel dort einfließen, der eine Vielzahl von Hintergrundinformationen besitzt – der dort zur Verfügung gestellte Ergebnisplatz soll nicht käuflich erwerblich sein.
Letztlich werden viele Faktoren darüber entscheiden, welche Artikel gezeigt werden (z.B. Traffic des Artikels, Reputation des Artikelschreibers und so weiter).
Wie kann man beim Schreiben eines Artikels bereits berücksichtigen, dass dieser im “in-depth”-Bereich der Suchergebnisseite Einzug hält?
Die wichtigsten Kriterien, wie man eine Seite für den in-depth-Bereich schreibt, sind die folgenden:
Strukturierte Daten (Schema.org)
Prinzipiell ist es ideal, wenn Google strukturierte Metadaten erhält, die Aufschluß über die Seite geben, damit diese besser in den Suchergebnissen präsentiert werden können.
Gerade für in-depth-Artikel ist es wichtig, die folgenden Merkmale zu implementieren:
- headline (überschrift)
- alternativeHeadline (die alternative Überschrift oder Subheadline)
- image (Achtung! Das Bild muss für den Google-Bot erreichbar sein und die Erlaubnis besitzen, in den Katalog aufgenommen zu werden)
- description (Beschreibung des Inhalts)
- datePublished (Wann der Inhalt pupliziert wurde)
- articleBody (der gesamte Artikelinhalt)
Google Authorship
Relevante Autoren und Experten markieren Ihre Artikel mit dem rel=author Tag von Google.
Pagination und canonicalization
Wenn der Artikel über mehrere Seiten geht, sollte die Pagination stimmen (rel=next, rel=prev), so dass Google den Artikel korrekt einlesen kann (richtige Reihenfolge). Das Canonical-Tag sollte auch Verwendung finden, um eine individuelle Seite zu markieren (oder der Hinweis zu einer Inhaltsseite (“view all page”)).
Logos
Verwendung eines Logos, damit Besucher die Quelle des Artikels identifizieren können, zum Beispiel über die Google+ Seite oder aber über das organizaion markup (schema.org – Wie das geht, steht hier)
Abonnementsartikel
Artikel, die nur im Abonnement oder nur für registrierte Benutzer zugänglich sind, sollten das Google FCF (First Click Free) nutzen, damit der Google Bot hier Artikel indexieren kann, die nur registrierten Nutzern zugänglich sind. Dabei bleibt der Inhalt geschützt, kann aber trotzdem in den Google-Index aufgenommen werden.

